Förderschule des Oberbergischen Kreises mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung

Anne-Frank-Schule – Förderschule mit dem  Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung

Kinder und Jugendliche mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung zeigen unterschiedliche Fähigkeiten und Kompetenzen in den verschiedenen Entwicklungsbereichen. Sie benötigen besondere Hilfen bei der Entwicklung von Wahrnehmung, Sprache, Denken und Handeln sowie Unterstützung zur selbstständigen Lebensführung und bei der Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit.

Schulpflicht

Es besteht eine elfjährige Vollzeitschulpflicht. Daran schließt sich die Berufsschulpflicht an. Sie endet nach Ablauf des Schuljahres, in dem der Schüler oder die Schülerin das 18. Lebensjahr vollendet hat. Die Berufsschulpflicht wird durch den Besuch der Berufspraxisstufe erfüllt.

Organisation des Unterrichts

Die Anne-Frank-Schule ist eine Ganztagsschule. Die Schülerinnen und Schüler werden in den meisten Fällen mit Bussen oder Taxen zur Schule und wieder nach Hause gebracht. Die Kosten für die Fahrt zur Schule übernimmt der Schulträger, sofern das Kind im Einzugsbereich der Schule wohnt. Zum Einzugsgebiet der Anne-Frank-Schule gehören die Städte und Gemeinden: Radevormwald, Hückeswagen, Wipperfürth, Marienheide, Lindlar, Engelskirchen und einige Ortsteile von Gummersbach (Kotthausen, Herreshagen, Nieder- und Obergelpe, Nochen, Berghausen).

Die Schule gliedert sich die Primarstufe, die Sekundarstufe I und die Berufspraxisstufe. Die Primarstufe umfasst 5 Schulbesuchsjahre und gliedert sich in Eingangs- und Unterstufe. 6 Jahre nehmen die Schüler und Schülerinnen am Unterricht der Sekundarstufe I teil. Sie gliedert sich in Mittel- und Oberstufe. Daran schließt sich die Berufspraxisstufe an, die 1 – 2 Jahre besucht wird. Unabhängig von Art und Umfang des Unterstützungsbedarfs durchlaufen jede Schülerin und jeder Schüler in aller Regel alle Stufen. Für jede Schülerin und jeden Schüler werden in einem individuellen Förderplan Lernziele und Fördermöglichkeiten entwickelt.

Im Durchschnitt bilden 10 Schülerinnen und Schüler eine Lerngruppe.

Unterrichtsinhalte

In der Eingangs- und Unterstufe liegt der pädagogische Schwerpunkt auf dem Sozialverhalten. Ausgehend von dem individuellen Entwicklungsstand jedes einzelnen Kindes wird zunächst eine Klassengemeinschaft mit engem Gruppenzusammenhalt angebahnt. Gemeinschaftliche Aktivitäten (Morgenkreis, Frühstück, Spiele, Lernangebote, usw.) werden besonders betont. Auch auf das Einhalten bestimmter Regeln, z. B. Waschen der Hände vor dem Essen, Aufräumen des eigenen Arbeitsplatzes  wird besonderer Wert gelegt.

Weitere Kernbereiche des Unterrichts in Eingangs- und Unterstufe sind neben der Förderung der sprachlichen Kompetenz auch die Anbahnung der Schriftsprache und mathematischer Grundlagen, die Förderung der Selbstständigkeit, das Verrichten alltäglicher Tätigkeiten (Tischdecken, Spülen, Aus- und Ankleiden usw.) und das Ansprechen aller Sinne im Unterricht.

Die Förderung der Selbstständigkeit ist wesentliches Ziel des Unterrichts in der Mittelstufe. Darüber hinaus geht es um die Festigung der angebahnten und eingeübten Verhaltensweisen, die Einblicke in komplexere Zusammenhänge durch fächerübergreifende Unterrichtsvorhaben und um die Förderung von Kenntnissen in den Kulturtechniken.

In der Oberstufe werden die Schülerinnen und Schüler stärker in die Planung und Gestaltung des Unterrichts einbezogen. Vorhabenorientiertes Arbeiten und Lernen wird weiter ausgebaut. Ziele der Förderung sind Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit. Die Unterrichtsthemen werden aus der unmittelbaren Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler gewählt.

Die Berufspraxisstufe schafft die Grundlagen für die spätere berufliche Tätigkeit. Im Rahmen eines Betriebspraktikums erhalten die Jugendlichen u. a. Einblick in die Werkstatt für behinderte Menschen oder eine ähnliche Einrichtung. Im Mittelpunkt des Unterrichts in der Berufspraxisstufe stehen die Lernbereiche Arbeit und Beruf, Öffentlichkeit/Mobilität, Persönliche und soziale Beziehungen/Partnerschaft, Wohnen und Freizeit.

Schulabschluss

Die Schülerin oder der Schüler erhält am Ende der Schulbesuchszeit ein Abschlusszeugnis, das die erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten bescheinigt.

Berufliche Bildung

Für die Mehrzahl der Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen dient die Werkstatt für behinderte Menschen der Eingliederung ins Arbeitsleben. Sie bietet Personen mit Behinderungen, die nicht auf dem Arbeitsmarkt vermittelt werden können, einen Arbeitsplatz zur Ausübung einer geeigneten Tätigkeit. Sie steht allen behinderten Personen unabhängig von Art und Schwere der Behinderung offen.

Einige wenige Jugendliche bzw. junge Erwachsene treten nach dem Schulabschluss an der Anne-Frank-Schule in Arbeitsverhältnisse auf dem Arbeitsmarkt ein. Dabei handelt es sich in der Regel um Hilfstätigkeiten.

Schriftgröße ändern
Sitemap
Aktuelles
  1. Miteinander durch Wind und Wetter

    Im Rahmen des 34. Hansetages fand auch das Miteinanderfest der kath.… Mehr ...

  2. Das war dann wohl die richtige Entscheidung.

    Da am eigentlichen Termin des Spielefestes Wiese und Laufbahn noch… Mehr ...

Kontakt

Anne-Frank-Schule

Ostlandstraße 25

51688 Wipperfürth

Tel.: 02267/887810

Fax: 02267/8878130

Email: afs-wipp@web.de

Wetter
Wipperfürth
22. Juli 2017, 02:50
Klare Nacht
Klare Nacht
19°C
Gefühlte Temperatur: 18°C
Aktueller Luftdruck: 1010 mb
Luftfeuchtigkeit: 77%
Wind: 0 km/h N
Mehr...
 

549651 Besuche